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Wohnen der Zukunft - Die Wiener Wohnbauforschung
 
Seit dem Jahr 2004 stellt die Magistratsabteilung
50 regelmäßig die Ergebnisse der im Bereich Wohnen und Stadterneuerung
vergebenen Forschungsprojekte vor. Der Forschungsschwerpunkt der Geschäftsgruppe
Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung wurde in den letzten Jahren entscheidend
ausgebaut - nicht nur materiell, sondern auch inhaltlich durch die Entwicklung
eines Rahmenprogramms für die Wiener Wohnbauforschung, das die jeweils
aktuellen Forschungsschwerpunkte definiert.
Ein Rahmenprogramm für die Wiener Wohnbauforschung

Ziel des Rahmenprogramms ist es vor allem, Forschungsaufträge entlang
vorweg definierter aktueller Fragestellungen und darauf aufbauender Forschungsschienen
zu vergeben. Dazu zählen

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die Lieferung von Fakten und Argumentationsgrundlagen für die Wiener Wohnungspolitik, |
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die Sicherstellung jederzeit aktualisierbarer Daten, auch als Basis für kurzfristig benötigte Detailstudien, |
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eine Orientierungsgrundlage für mittelfristige Strategien der österreichischen Wohnbauforschungsinstitute sowie |
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die Verbreiterung der zukünftigen Forscherbasis und die Verstärkung des Wettbewerbs unter den Forschungseinrichtungen. |

Die aktive Rolle der Stadt Wien auf dem Gebiet der Wohnbauforschung manifestiert
sich vor allem durch die Einladung zur Einreichung von genau definierten
Einzelprojekten durch die Forschungsinstitute, die Einladung zur Einreichung
von Projekten innerhalb definierter Forschungsschwerpunkte, Forschungskooperation
und Beteiligung an übergeordneten Forschungsvorhaben mit wohnungsrelevanten
Fragestellungen (z.B. Leben in Wien) sowie durch die Aktualisierung der
Datenbasis zum Wohnen in Wien.
Wichtige Fragestellungen

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Wie entwickeln sich Wohnungsangebot und Wohnungsnachfrage - qualitativ und quantitativ? |
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Wie kann die Leistbarkeit von Wohnungen sichergestellt werden - insbesondere für sozial schwache Haushalte und MigrantInnen? |
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Wie kann die Wohnungspolitik auf die demographische Entwicklung bzw. auf neue Haushaltsformen (Singles, Mehrgenerationen-Wohnen, Wohnen und Arbeiten, serviced apartments,...) reagieren? |
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Welche Bedeutung kommt der gründerzeitlichen Bausubstanz in Wien im Konnex von Wohnungspolitik, privatem Investment und Stadtentwicklung zu (baulich/städtebaulich/Nutzungen/sozial/Gebietsbetreuungen/ Gebietsmanagement...)? |
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Welche quantitativen und qualitativen Anforderungen ergeben sich für die (geförderte) Wohnhaussanierung? |
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Welche Entwicklungen sind in den Bereichen Ökologie, Bautechnik, Energie und Haustechnik zu erwarten? |
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Welche Zusammenhänge bestehen zwischen dem Wohnen und der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung (Wohnen und Arbeiten, neue Nutzungsmischungen, Bauwirtschaft, standortpolitische Bedeutung des Wohnens, Wohnbau als Markenzeichen der Stadt)? |
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Wie sehen die (internationalen) Vergleichsdaten zu den wichtigsten wohnungspolitischen Parametern (Wohnsituation, Migration, Wohnungsspekulation,...) aus? |

Vier Forschungsschwerpunkte
Mit der Definition von klaren Forschungsschwerpunkten soll einerseits
der Vielfalt der in Wien tätigen Forschungseinrichtungen entsprochen,
andererseits die Einbettung der Forschungsfragen und -ergebnisse in die
aktuellen Entwicklungen auf dem Gebiet des Wohnens, des Wohnbaus und der
Stadterneuerung gewährleistet werden. Entsprechend werden Forschungsprojekte
ab dem Jahr 2011 innerhalb der vier definierten Schwerpunkte vergeben:
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Leistbares
Wohnen: Kostenreduktion durch Planung, Pilotprojekte zu kostengünstigem
Wohnbau, flächenökonomisches Bauen, Finanzierungsvarianten,
Förderungsvarianten |
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Technische
und ökologische Qualitäten und Standards im Neubau:
Energieverbrauch, Flexibilität, Holzbau, Freiräume, Ausstattungsstandards
etc. |
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Technische
und ökologische Qualitäten und Standards in der Sanierung:
Energieverbrauch, Freiräume, Ausstattungsstandards etc. |
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Wohnen in Gemeinschaft:
Mitbestimmung, Hausbesorger neu, Moderation und Management,
Gemeinschaftseinrichtungen, Betreutes Wohnen, soziale Durchmischung,
Integration, Identität |
Zugleich ermöglichen diese inhaltlichen Schwerpunkte die Vernetzung
mit anderen österreichischen und europäischen Forschungsprogrammen
wie im Rahmen des ENHR, durch die Beteiligung an EU-Projekten (zum Teil
mit Wien als Lead-Partner) oder durch bilaterale Kooperation und themenorientierte
Partnerschaften mit anderen Städten.
Transparenz bei der Verbreitung von Forschungsergebnissen
Ein erklärtes Ziel des Wiener Wohnbauforschungsprogramms ist die
Vernetzung der lokalen und regionalen Forschungslandschaft und die Förderung
eines Expertendialogs durch größtmögliche Verbreitung
der Forschungsergebnisse. Diesem Zweck dienen:
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die seit 2005 regelmäßig veranstalteten
Wiener Wohnbauforschungstage mit Fokussierung auf aktuelle Fragestellungen,
wobei hier ganz bewusst auch internationale Beiträge miteinbezogen
werden sollen und |
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die Veröffentlichung sämtlicher abgeschlossener
Forschungsprojekte auf dieser Homepage |

Dr. Wolfgang Förster MA 50, Leiter des Referats Wohnbauforschung und internationale Beziehungen
© wiener wohnbau forschung

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