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Die Leistbarkeit der Wohnraumversorgung in Wien
2007
Laufendes Haushaltseinkommen und verfügbare Vermögenswerte spielen
eine ausschlaggebende Rolle bei der Wahl der Wohnversorgung in Wien. Deshalb
schenkt die Stadt Wien der Frage der "Leistbarkeit" der Wohnversorgung
für alle in Wien lebenden Haushalte eine besondere Aufmerksamkeit:
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Wessen Einkommen unzureichend ist (und
dem es an disponiblen Vermögenswerten mangelt), kann damit rechnen,
teils durch Subjektförderung, teils über die Vermittlung
einer Gemeindewohnung (oder Genossenschaftswohnung) einen Zugang zu
leistbarer Wohnversorgung zu erhalten. |
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Haushalte mit ausreichendem Einkommen
(aber ohne disponiblen Vermögenswerten) können sich am durch
gesetzliche Bestimmungen differenziert geregelten Markt für Mietwohnungen
(auf dem auch gemeinnützige Akteure ihren Wohnungsbestand als
Angebot einbringen) versorgen. |
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Haushalten, die bereits über Vermögen
verfügen oder einen Vermögensaufbau (durch Aufnahme eines
Kredites) planen, steht der Markt für eigengenütztes Wohneigentum
offen. |
Gegen den skizzierten Hintergrund ergibt sich folgendes Bild von der "mittleren"
Mietbelastung des Nettohaushaltseinkommens (im Jahr 2007) der verschiedenen
Gruppen von in Wien lebenden Haushalten.
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Bis 20% Mietbelastung tritt im Mittel bei
"Paaren mit Kind/-ern", "Paaren ohne Kind", "Mehrpersonenhaushalten
mit Kind/-ern", und "Mehrpersonenhaushalten ohne Kinder"
auf. |
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Bei "Alleinerziehenden" und
"Paaren ohne Kind" beträgt die Mietbelastung 20% bis
29%. |
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Bei "Einpersonenhaushalten" beträgt
sie 30% bis 35%. |
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Der gesamte Wiener Durchschnitt beträgt
24,2% |
Bei der Interpretation dieser "Belastungswerte" lohnt es sich,
u.a. folgende Zusammenhänge vor Augen zu halten:
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Die ausgewiesenen Werte sind "Mediane",
die jeweils Haushalte in einer mittleren Position des Belastungsspektrums
darstellen; rund um diese Mitte, treten (zum Teil bloß temporär)
deutliche Abweichungen auf (etwa unter Alleinverdiener/-innen-Haushalten,
im Fall des Eintritts von Arbeitslosigkeit). |
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Die Belastungswerte errechnen sich aus
der Gegenüberstellung von Wohnungsmiete und Haushaltsein-kommen.
Das für Ausgaben verfügbare Haushaltsbudget mag deutlich
niedriger (wenn etwa Kredite zurückgezahlt werden müssen)
oder deutlich höher sein als das Haushaltseinkommen (wenn auf
Vermögenswerte zu Zwecken des laufenden Konsums zurückgegriffen
werden kann). |
Aufgrund der städteräumlichen Verteilung von Mietwohnungen (mit
unterschiedlicher Ausstattung, Größe, Lage und Rechtsverhältnis)
ergibt sich eine deutliche Differenzierung nach Bezirken:
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Der Belastungswert (Miete als Anteil am
Haushaltsnettoeinkommen) liegt nur in einem Bezirk (Simmering) unter
20 %, |
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in zehn Bezirken zwischen 20% und 24%, |
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in sechs Bezirken zwischen 25% und 29%, |
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in fünf Bezirken zwischen 30% und
39% , |
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mehr als 40% wird in einem Bezirk (Innere
Stadt) erreicht. |
Was die "Leistbarkeit von eigengenutztem Eigentum für Wohnzwecke
betrifft, so wird (auch in internationalen Vergleichen) folgendes Verfahren
angewandt: Welchen Betrag (als das Vielfache des Jahresnettoeinkommens des
Haushaltes) müsste der Haushalt aufwenden, wenn er sich (in Hinblick
auf Größe, Ausstattung und Lage) "gleichwertig" neu
versorgen würde? Bei der Beantwortung dieser Frage ergibt sich folgendes
Bild:
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Für den Durchschnitt aller Haushalte
in eigengenutztem Wohneigentum ergibt sich ein mittlerer Wert von
dem 10-Fachen des Jahresnettoeinkommens. |
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Hohe Wiederbeschaffungswerte weisen Haushalte
auf, die das Eigentum aus Vermögen (oder vergangenem Einkommen)
finanzieren (Einpersonenhaushalte: das 15,5-Fache des Jahresnettoeinkommens). |
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Unterdurchschnittliche Wiederbeschaffungswerte
weisen Haushalte auf, die das Eigentum zum größeren Teil
aus "eigener Kraft" aus dem laufenden Haushaltseinkommen
finanzieren müssen (Alleinerziehende: das 8,4-Fache; Paare mit
Kindern: das 5,7-Fache des Jahresnettoeinkommens). |
Die angeführten Befunde ergeben sich aus Auswertungen des Modells WOHNWIEN,
das sämtliche Hauptwohnsitzwohnungen in Wien und ihre Haushalte in
statistischer Weise (unter strikter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen)
auf Mikrodatenbasis erfasst.

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