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Kasernen-Konversionen - Schließung schafft neue Räume Ziel des Projektes "Kasernen-Konversionen - Schließung schafft neue Räume" (KaKo) ist, Erfahrungen aus Umwandlungen von Gebäuden und Freiräumen auf ehemaligen Kasernengeländen zusammen zu tragen und zu analysieren, um diese Erkenntnisse in künftigen Konversionen in Wien anzuwenden (auch erweiterbar für andere Projekte im "brownfield development"). Um diese Inhalte zu erreichen, wurde bei der Auswahl der Analysebeispiele ein besonderer Wert auf solche Erfahrungen gelegt, bei denen zumindest in Teilen die alten Baubestände einer neuen Bedeutung zugeführt wurden - (kollektives) Wohnen, Arbeit im Wohnumfeld, Gemeinschaftsräume etc.. Weiter wird nicht nur auf die Um- und Neunutzungen der Kasernengelände im engeren Sinne geachtet, sondern auch auf die Einbindung in den Stadtteil / das Grätzel. Dahinter steht die These, dass die alten Baustrukturen gerade solche Nutzungen ermöglichen, die zum einen neue Wohnformen umsetzen lassen resp. neue Formen des Wohnens und Arbeitens zulassen und zum anderen in den Stadtteil hinauswirken. Damit soll versucht werden, "territoriales Kapital" daraus zu erzeugen, dass aus dem "funktionalen Loch" im Grätzel-Zusammenhang durch die vormalige militärische Nutzung ein neues Potenzial für den gesamten Stadtteil entstehen kann. Um diese Ziele zu erreichen, wurden unterschiedliche Methoden angewandt:
In allen Beispielen wurde deutlich, wie wichtig es ist, mit den bestehenden Regelungen, die eher dazu geeignet sind, "second best"-Lösungen nahezulegen, kreativ und pro-aktiv umzugehen. Das erfordert insbesondere
Um zu innovativen Lösungen zu gelangen, um beispielsweise die Eigentumsbildung von Haushalten auch mittlerer Einkommen zu ermöglichen, den Fortzug junger Familien ins Umland zu verhindern, die Bildung von Gemeinschaften zu fördern, Privatinitiative im Wohnumfeld zu wecken, neue Wohn- und Wohn-Arbeitsformen einen Raum zu geben und verstärkt nutzungsgemischte, vollwertige Stadtteile zu entwickeln, sind die folgenden Punkte (im Idealfall alle gleichzeitig) zentral:
Und: Die Projekte brauchen - insbesondere am Anfang - mehr Zeit und Geduld als erwartet und erhofft. Fußnote 1: Der Grund liegt an dem Ausmaß der Veränderung der militärischen Lage. Die Schweiz ist hiervon weitgehend unberührt, auch in Österreich hat es in der Vergangenheit wenig Veränderungen ergeben - diese stehen gegenwärtig erst an. In Deutschland jedoch hat sich diese Situation nach der Vereinigung deutlich verändert: Die Alliierten haben fast alle ihre Standort aufgegeben und auch die Bundeswehr hat die Mannschaftszahlen deutlich verringert, so dass eine Reihe von Kasernenstandorten in den letzten 15 Jahren aufgegeben wurden. Fußnote 2: Die meisten Veröffentlichungen hierzu sind als "graue Literatur" zu bezeichnen, viele davon sind im Rahmen von Diplomarbeiten oder Dissertationen in den Bereichen Geographie und Raumplanung entstanden. © wiener wohnbau forschung |
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