|

Standortunabhängige Berechnung des Energiebedarfs
für Heizen / Befeuchten und Kühlen / Entfeuchten in Ergänzung
zur Vornorm ÖNORM H 5057
Ziel des Forschungsprojektes
Das gegenständliche Forschungsprojekt besteht aus einem Luftfeuchtemodell,
das gemeinsam mit dem Temperaturmodell bereits Bestandteil der ÖNORM
B 8110-5:2010 ist und der Studie der TU Graz zur Ermittlung der Enthalpiesummen
für Luftbehandlungsvorgänge in raumlufttechnischen Anlagen.
Kurzfassung
Die ÖNORM H 5057:2010 sieht die Berechnung des Raumlufttechnikenergiebedarfs
für Wohn- und Nicht-Wohngebäude geteilt in hygienebedingte und
prozessbedingte Anteile auf Basis von spezifischen Energiekennwerten vor.
Diese spezifischen Energiekennwerte sind für den Heizfall für
den Standort Klagenfurt und für den Kühlfall für den Standort
Wien angegeben. Für den konkreten betrachteten Standort erfolgt nach
Ermittlung der Energiekennzahlen betreffend Raumlufttechnikenergiebedarf
eine Denormierung auf den Standort. Dieser im wesentlichen der deutschen
Vorgangsweise nachempfundene Weg ist höchst pragmatisch angesichts
nicht vorhandener lokaler Klimadaten. Durch das Schaffen eines Temperaturmodells
und eines Luftfeuchtemodells ist es nunmehr möglich, unter Aufbereitung
der Algorithmen zur Berechnung der spezifischen Energiekennwerte für
die Standorte Wien und Klagenfurt dies zukünftig standortabhängig
für jeden beliebigen Standort Österreichs konkret zu berechnen.
Dazu dient die Grundlagenarbeit der TU Graz.
Anmerkung
Das Luftfeuchtemodell wurde bereits in die ÖNORM B 8110-5:2010 eingearbeitet.
Für die Umsetzung der Grundlagenarbeit und die normative Anwendung
durch zukünftige OIB-Richtlinien wurde bereits in der ÖNORM
H 5057:2010 Vorsorge getroffen. Die konkrete Normumsetzung darf für
das Jahr 2010 erwartet werden.

© wiener wohnbau forschung

|